Jahreszeitenfeste
Beltane
Weiter geht es bei der Reise durch die Jahreszeitenfeste.
Diesmal steht ein Mondfest an. Die Mondfeste stehen im Ablauf des Jahres
am Höhepunkt der jeweiligen Jahreszeit.
Jetzt ist Maifest oder mit dem alten keltischen Namen Beltane (Beltain), oder nach dem Versuch der Christianisierung dieses Festes: Walpurgis.
Die Kelten pflegten viele Feste am Vor- Abend zu beginnen,
der Beginn des Tages liegt in der Nacht, und so kommt unser Brauch, auch
Beltane am Abend, in der Nacht des 30. April zu feiern.
Vom Mond(zu)stand, der Energie des Mondes her ist es das Fest des Vollmonds,
also könnte eineR es auch am Abend des Vollmonds um Ende April herum
feiern (die Kelten hatten sowieso einen Mondkalender, die Feste waren
dadurch nicht so „datenfest“ wie die meisten unserer Feste).
2007 fallen die beiden Zeitpunkte fast zusammen: Vollmond ist am 2. Mai,
also können Sie auch gut da feiern.
Beltane markierte den Beginn des Sommerhalbjahres.
Beltane feiert die Fruchtbarkeit, das Wachstum und die Macht der Lebenskraft.
Das leuchtende Maigrün steht für die Natur, die in unglaublicher,
geradezu wahnsinniger Fülle in jedem Jahr neu ersteht.
Und das Feuer, das zu dieser Zeit gehört, „feuert“ die
Sexualität der Menschen (und Tiere) an, die in den Frühlingsgefühlen
neu erwacht und ein Weitergeben des Lebens erst ermöglicht.
In der Sexualität ist auch die Vereinigung enthalten zwischen männlichen
und weiblichen Anteilen, dem gehörnten Gott und der fruchtbaren Göttin,
die die fruchtbare Kraft verkörperten.
Das dies im Christentum so stark unterdrückt und „verteufelt“
werden musste, hat uns unter anderem die „Hexen“-verfolgung
eingebracht. ("Hexen" wurden die Frauen von ihren Verfolgern
genannt, wie sie sich selbst bezeichnet haben, wissen wir nicht) Und so
gedenken wir in dieser Zeit auch den Frauen und weniger Männer, die
über Jahrhunderte gemordet wurden.
Im Feiern von Beltane ist uns die Möglichkeit gegeben, uns mit dieser Lebenskraft zu verbinden und sie in uns wieder zu entdecken.
Wie können wir das feiern? Einige Ideen dafür:
kleiden, schmücken Sie sich mit grün und grünen Pflanzen
spüren Sie
spielerisch den Naturgeistern, Elfen, Göttinen und Göttern nach,
tanzen Sie um den Maibaum
schmücken
Sie Bäume und Quellen (so vorhanden) mit (naturverträglichem)
Schmuck, z.B.mit Bändern
danken Sie den
Pflanzen für das, was sie uns geben.
schenken Sie Ihrer/
Ihrem Liebsten einen „Maibaum (-ast)“
tun Sie es doch
mal draußen oder an einem geschmückten Platz
bleiben Sie die
ganze Nacht auf und erleben die Zeit der Abend- und Morgendämmerung
mit ihrem Zauber
benetzen Sie sich
mit Tau.
erzählen
sie sich und anderen davon, wie Sie die Kraft dieser Zeit in ihrem Leben
einsetzen wollen, tanzen Sie um ein Feuer und springen Sie darüber,
feiern Sie ihren Über- Mut!