iv>

Jahreszeitenfeste

 

Mittwinter

Am 22. Dezember ist das nächste Jahreszeitenfest, es ist wieder ein Sonnenfest: Wintersonnwende oder Mittwinter, der Beginn des Winters

Ausgerechnet in eine der hektischsten Zeiten des Jahres fällt dieses Fest. Oder ist es umgekehrt? Hat die Hektik was damit zu tun, dass wir es nicht so gut ertragen?

Die Dunkelheit, die die Führung übernommen hat seit Herbstanfang, erlebt in diesen Tagen ihren Höhepunkt.

Manchmal hat man das Gefühl, es werde gar nicht richtig hell. Die Zeit scheint für einige Tage still zu stehen, das Leben hält den Atem an. Das müssen wir aushalten – gar nicht so leicht. Diese Rauhnächte, die Zeit „zwischen den Jahren“ von Wintersonnwende bis zum 6. Januar ist eine besondere Zeit, wie ein Vergrößerungsglas lässt sie uns sie alles, was ist, intensiver erleben. Die Kräfte der Rauhnächte fordern Hingabe an die Gefühle, seien sie glückliche oder eher düstere. Bei vielen von uns tauchen Ängste, Verlassenheit, Einsamkeit besonders stark in diesen Tagen auf und es gibt weniger Ablenkung durch den Alltag und Arbeit. Wir sind zurückgeworfen auf den eigenen inneren Reichtum und aufgefordert, uns selbst eine gute Freundin, ein guter Freund zu sein.

Die Verbindung mit der spirituellen Quelle und den kosmischen Kräften tut jetzt besonders gut.
Und die Verbindung mit teuren und wichtigen Menschen liegt uns jetzt nahe. Die Rückversicherung, dass wir Menschen kennen, die uns und die wir schätzen und lieben, mit denen eine Beziehung der gegenseitigen Herzlichkeit besteht ist (über-) lebenswichtig.


Deshalb feiern wir Weihnachten in Familien und auch, wenn das manchmal nicht so spaßig ist, der Kontakt zu den Familien bietet doch in der Regel diese Rückbindung. Und wenn es dann auch noch FreundInnen gibt, die das Herz berühren, ist die Düsternis dieser Jahreszeit sicher leichter zu ertragen.
Und denen, die in diesen Tagen glücklich und freudig sind, haben viel Gelegenheit, das weiter zu tragen.


In einigen Religionen, schon vor dem Christentum, wird die Geburt des Kindes auf den Zeitpunkt der Wintersonne gelegt- als Zeichen der hoffnungsvollen Zukunft, in der die Sonne „wiederkehrt“.
Deshalb ist es so sinnvoll, dass wir die Kinder beschenken, die TrägerInnen dieser Zukunft sind- und auch, dass wir uns gegenseitig beschenken, als Wertschätzung füreinander.

Es gibt keine Dunkelheit, die nicht durch das Anzünden einer Kerze erhellt wird.

Wie können wir das feiern?

Ich wünsche Ihnen und Dir eine erfüllte Weihenächtezeit und einen guten Beginn der neuen Jahres!